Elektronischer CMR-Frachtbrief

Die Zukunft ist Nahe bzw. in manchen Ländern schon angekommen. Deutschland gehört, was den elektronischen Frachtbrief angeht, nicht zu den Vorreitern. Das ist wohl die eingefleischte Papierbürokratie, die man schwer loswird.

 

FRANKREICH UND SPANIEN TESTEN ELEKTRONISCHEN CMR-FRACHTBRIEF 

Paris/Madrid. Frankreich und Spanien haben im Januar 2017 ein sechsmonatiges Pilotprojekt zur Einführung des elektronischen Frachtbriefs für grenzüberschreitende Straßengüterverkehre (e-CMR) gestartet. Das berichtete jetzt der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV). Durchgeführt wird das Projekt demzufolge von den französischen und spanischen Gewerbeorganisationen des Straßengüterverkehrs FNTR und ASTIC sowie der International Road Transport Union (IRU). Der Test läuft über die Internetplattform TransFollow.

Ziel sei es, eine höhere Effizienz in den Unternehmen durch sofortige Fakturierung und Wegfall der Archivierung der Papierdokumente zu erreichen und mehr Transparenz zu bekommen. Der papiermäßige Frachtbrief CMR ist das offizielle Dokument im grenzüberschreitenden Gütertransport auf der Straße und betrifft Verlader, Transportunternehmer und Empfänger. In elektronischer Form soll der CMR-Frachtbrief laut dem DSLV dazu beitragen, die Transportabläufe zu vereinfachen und Kosten zu sparen.

Geplant ist, bis Ende 2017 den Test auf die Benelux-Staaten und andere europäische Länder auszuweiten. In den Benelux-Staaten laufen die Vorbereitungen. Der niederländische Branchenverband TLN geht nach Angaben der IRU derzeit davon aus, dass allein in den Niederlanden die Umstellung von Papier auf eine elektronische Frachtbriefabwicklung administrative Einsparungen von bis zu 180 Millionen Euro im Jahr bringen könnte. (ag) 

Quelle: Verkehrsrundschau

 

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